Du möchtest auf Satellitenfernsehen umsteigen und möchtest wissen, welche SAT-Schüssel die richtige für dich ist? In diesem Artikel findest du die wichtigsten Informationen, die dir bei der Wahl helfen.
Was genau ist eine Satellitenschüssel und wie funktioniert sie?
Eine Satellitenschüssel, wie sie umgangssprachlich genannt wird, ist eine spezielle Antenne, die Fernsehsignale aus dem All empfängt. So funktioniert sie:
- Empfang: Die Schüssel fängt Signale von Satelliten ein und bündelt sie in ihrem Brennpunkt.
- Umwandlung: Der LNB (Low Noise Block) sitzt an diesem Brennpunkt und wandelt die hochfrequenten Signale in eine niedrigere Frequenz um.
- Weiterleitung: Die Signale reisen über ein Koaxial- oder Glasfaserkabel ins Haus.
- Verarbeitung: Ein SAT-Tuner im Fernseher oder ein externer Receiver entschlüsselt die Signale und bringt das TV-Programm auf den Bildschirm.
Welche Arten von Schüsseln gibt es?
Nicht jede SAT-Schüssel ist gleich. Je nach Platzverhältnissen und Empfangsanforderungen gibt es verschiedene Modelle, wie:
- Parabolantennen: Die gängigste Form, bei der das Signal auf einen zentralen Brennpunkt reflektiert wird, an dem der LNB (Low Noise Block) sitzt.
- Offset-Antennen: Eine Variante der Parabolantennen, bei denen der LNB seitlich versetzt angebracht ist. Dies ermöglicht eine vertikale Montage der Schüssel, wodurch sich weniger Schnee ansammeln kann.
- Flachantennen: Kompakte und unauffällige Alternative zur klassischen Schüssel, die mehrere Empfangseinheiten integriert hat. Sie eignet sich besonders für Orte mit begrenztem Platzangebot.
- Multifeed-Anlagen: Systeme, die den Empfang von Signalen mehrerer Satellitenpositionen mit einer einzigen Schüssel ermöglichen, indem mehrere LNBs montiert werden.
Wie groß soll die Satellitenschüssel sein?
In Mitteleuropa sind für den Empfang von Satellitenfernsehen Schüsseldurchmesser von 60 bis 90 Zentimetern üblich. Kleinere Antennen mit etwa 30 Zentimetern Durchmesser können ebenfalls Signale empfangen. Diese bieten jedoch eine geringere Schlechtwetterreserve. Das bedeutet, größere Schüsseln sind besser darin, bei herausfordernden Wetterbedingungen wie starkem Regen, extremem Schnee oder Stürmen eine besonders stabile Signalübertragung zu gewährleisten.
Welche Unterschiede gibt es beim Material?
Meist bestehen Satellitenschüsseln aus Stahl oder Aluminium, es gibt sie aber auch aus Kunststoff. Die Wahl des richtigen Materials hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Haltbarkeit, Gewicht und Witterungsbeständigkeit.
- Stahl ist besonders stabil und oft günstiger als andere Materialien. Eine hochwertige Pulverbeschichtung ist bei SAT-Antennen aus Stahl wichtig, um vor Rost zu schützen und die Langlebigkeit der Anlage zu erhöhen.
- Aluminium ist deutlich leichter als Stahl und von Natur aus korrosionsbeständig. Dadurch sind SAT-Antennen aus Aluminium besonders langlebig und pflegeleicht, aber auch etwas teurer in der Anschaffung.
- Kunststoff ist rostfrei und leicht. Dieses Material wird besonders bei sogenannten Flachantennen verwendet, die an geschützteren Standorten installiert werden. Dadurch sind sie extremen Wetterbedingungen weniger ausgesetzt, die die Langlebigkeit des Kunststoffes beeinträchtigen könnten.
Gibt es Unterschiede beim LNB (Low Noise Block)?
Der LNB, auch Low Noise Block genannt, ist das Herzstück der SAT-Anlage. Er sorgt nicht nur für die Verarbeitung der Satellitensignale, sondern entscheidet ebenso darüber, wie viele Endgeräte versorgt werden können.
- Single-LNB: Versorgt einen Teilnehmer.
- Twin-LNB: Liefert SAT-TV an zwei Teilnehmer.
- Quad-LNB: Eignet sich für bis zu vier Teilnehmer.
- Quattro-LNB: Speziell für den Einsatz mit Multischaltern in größeren Verteilanlagen gedacht. Abhängig vom Multischalter können damit 16 oder mehr Teilnehmer versorgt werden. In Kombination mit einem Unicable-Multischalter kann ein Quattro-LNB auch mehrere Geräte über ein einziges Kabel versorgen.
- Unicable-LNB: Ein spezielles LNB, das mehrere Receiver oder Fernseher über ein einziges Kabel versorgen kann, indem es die Signale auf unterschiedliche Frequenzen moduliert. Diese Variante ist besonders praktisch, wenn mehrere Geräte in einem Haushalt betrieben werden sollen.
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