ASTRA: eine Erfolgsstory

Bedeutend fĂĽr die deutsche Fernsehgeschichte
RĂĽckblick auf wichtige Meilensteine

Die Historie der ASTRA Satelliten war von Anfang an eine echte Erfolgsstory. Hier erfährst du mehr zu den spannenden Hintergründen und deren Bedeutung für die deutsche Fernsehgeschichte.

70er-Jahre: Luxemburg sichert sich Satellitenlizenzen

In den 70er-Jahren war die Programmauswahl noch sehr ĂĽbersichtlich:

  • Deutsche Fernsehzuschauer waren es gewohnt, nur drei TV-Programme zur Auswahl zu haben, die terrestrisch – also ĂĽber Antenne – empfangen wurden. 
  • Weder der Empfang ĂĽber Kabel noch der ĂĽber Satellit schien damals eine sinnvolle Alternative zu sein.
  • Dennoch sicherte sich Luxemburg 1977 auf der Weltfunkkonferenz in weiser Voraussicht Lizenzen, um Satelliten zu einem späteren Zeitpunkt fĂĽr die kommerzielle Nutzung in den Orbit schieĂźen zu können.

80er-Jahre: Gründung der SES S.A. und Launch von ASTRA 1A 

In den 80er-Jahren wurde das Programmangebot endlich vielfältiger:

  • Erstmals wurden auch Privatsender ausgestrahlt, was fĂĽr eine nie dagewesene Programmvielfalt sorgte. 
  • Die groĂźe Mehrheit der deutschen Fernsehzuschauer brannte förmlich darauf, die neuen Sender ebenfalls empfangen zu können.
  • Um diese Nachfrage bedienen zu können, wurde im März 1985 in Luxemburg die SES S.A. gegrĂĽndet. Am 11. Dezember 1988 folgte der Launch des ersten Kommunikationssatelliten mit dem Namen ASTRA 1A, dessen 16 Transponder alle verfĂĽgbaren TV-Programme bereitstellen konnten.
  • Voraussetzung fĂĽr den SAT-Direktempfang war zudem die rasant fortschreitende technische Entwicklung in der LNB-Technik. Sie ermöglichte es Privathaushalten, alle verfĂĽgbaren TV-Programme mit einer SatellitenschĂĽssel von nur noch 60 cm Durchmesser zu empfangen.

90er-Jahre: Ausbau des ASTRA-Satellitensystems

In den 90er-Jahren kamen immer mehr Sender und Programmangebote hinzu:

  • Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme von ASTRA 1A erfolgte daher bereits im März 1991 der Launch eines weiteren Satelliten.
  • Das Besondere dabei: ASTRA 1B wurde auf dieselbe Orbitalposition wie ASTRA 1A manövriert (19.2 Grad Ost), wodurch die Frequenzbereiche beider Satelliten gemeinsam genutzt und die Anzahl der Transponder auf 32 erhöht werden konnte.
  • Zwischen 1993 und 1999 kamen sechs weitere Satelliten hinzu (ASTRA 1C bis 1H), was die Transponderkapazitäten auf 19,2 Grad Ost abermals erweiterte. Aktuell befinden sich vier Satelliten auf dieser Orbitalposition.
  • Wie weit das ASTRA-Satellitensystem seiner Zeit voraus war, zeigt sich auch daran, dass von den damaligen 120 Transpondern schon 56 digital genutzt wurden. 

Heute: Satellit als Empfangsweg Nummer Eins

Auch im 21. Jahrhundert geht die Erfolgsgeschichte von ASTRA weiter:

  • 2012 erfolgte die Umschaltung von analogem zu digitalem SAT-Empfang.
  • Seitdem ist der Satellit in Deutschland beim Fernsehen Empfangsweg Nummer Eins. 2022 nutzten ihn 16,34 Mio. TV-Haushalte.
  • Kein Wunder, denn Fernsehen ĂĽber ASTRA Satellit ist kostenlos, du bekommst es ohne Vertrag und es bietet eine legendäre Programmvielfalt. 
  • Die Bild- und Tonqualität (HD, UHD, Dolby Digital) ist einfach fantastisch.
  • Und nicht zu vergessen: Dank moderner SAT-Technik können inzwischen sogar Mehrfamilienhäuser oder ganze Stadtviertel mit einer einzigen Empfangsanlage versorgt werden.

Weitere Informationen zu den ASTRA Satelliten von Luxemburg und zur Geschichte des Fernsehens findest du hier: